NIEDER-WEISEL. Rückblick auf das Jahr 2025 hielt kürzlich die Feuerwehr Nieder-Weisel im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung. Dabei standen auch Neuwahlen des Vereinsvorstands auf der Tagesordnung.
Der stellvertretende Vorsitzende Alexander Kartmann begrüßte die Anwesenden, darunter Bürgermeister Sascha Huber, den Kreistagsvorsitzenden Armin Häuser, den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Litwin sowie Vertreter benachbarter Wehren. In der Totenehrung wurde der verstorbenen Mitglieder Oswald Marx, Hartwig Haub, Alfred Philippi und Heinz Studt gedacht.
Kartmann berichtete von einem gut besuchten Grillfest und der erstmaligen Teilnahme am Weihnachtsmarkt nach mehr als drei Jahren Pause. Gleichzeitig betonte er, dass es zunehmend schwieriger werde, ausreichend Personal für Vereinsveranstaltungen zu gewinnen. Er dankte insbesondere den aktiven Mitgliedern, die sich neben ihrem Einsatzdienst auch stark im Vereinsleben engagieren und maßgeblich am Umbau des Unterrichtsraums beteiligt waren.
Dank sprach Kartmann auch der Stadt Butzbach aus: Das aus Vereinsmitteln beschaffte, aber technisch ausgesonderte Mannschaftstransportfahrzeug konnte mit Zustimmung der Stadt weiterverkauft werden, sodass der Verein vom Erlös profitierte. Zudem habe es Zusagen zur finanziellen Unterstützung des Umbaus gegeben. Die Kassenlage sei stabil, was auch die Kassenprüfer Gerhard Häuser und Burkhard Zimmer bestätigten.
Wehrführer Alexander Heinz ließ das Einsatzjahr Revue passieren. Die Zahl der aktiven Mitglieder stieg von 21 auf 26, darunter nun zwölf ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Zahlreiche Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene wurden besucht. Gemeinsam mit der Feuerwehr Butzbach wurde die neue Facheinheit „Tiefbauunfälle“ aufgebaut und intensiv geschult. Neben den Schulungen für Tiefbauunfälle wurde der normale Übungsdienst angeboten. Insgesamt fanden 25 Ausbildungseinheiten sowie zwei gemeinsame Übungen mit der Feuerwehr Ostheim statt.
Mit lediglich zehn Alarmierungen war 2025 ein vergleichsweises ruhiges Jahr. Die vorgeschriebenen 40 Ausbildungsstunden konnten erfüllt werden. Heinz hob zudem die Bedeutung der Nachwuchsarbeit hervor, darunter die Schul-AG an der Haingrabenschule. Begleitet wurden unter anderem der Martinsumzug und der Volkstrauertag. International war die Wehr beim Bezirkskuppelcup in Tirol sowie beim Stägli-Lauf in der Schweiz vertreten.
Thematisiert wurden auch Herausforderungen: lange Lieferzeiten bei persönlicher Schutzausrüstung, verzögerte Mängelbeseitigungen am Gebäude, veraltete Spinde sowie die problematische Parksituation vor dem Feuerwehrhaus. Positiv wurde die Beschaffung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeugs durch die Stadt bewertet, dessen technischer Ausbau zeitnah erfolgen soll.
Die Ehren- und Altersabteilung traf sich sechsmal im Jahr, für 2026 ist ein Tagesausflug geplant. Die Jugendfeuerwehr vertiefte Theorie und Praxis, nahm an Wettbewerben teil und verbrachte ihr Zeltlager in Stockheim. Die Minifeuerwehr zählt 15 Kinder und blickt auf ein abwechslungsreiches Jahr mit Bastelaktionen, Besuchen anderer Feuerwehren und spielerischer Ausbildung zurück.
Bei den Neuwahlen wurde Sebastian Burruezo zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Christian Schulz übernimmt das Amt des Kassenwarts, Marius Heinz wurde Schriftführer, neuer Kassenprüfer ist Alexander Studt.
In ihren Grußworten würdigten Bürgermeister Sascha Huber und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Andreas Litwin die vielfältigen Aufgaben und das hohe Engagement der Feuerwehr Nieder-Weisel.
