Explosiv und stimmungsgeladen ging es beim letzten Treffen der Nieder-Weiseler Flammbini-Kinderfeuerwehr zu. Einen ganz besonderen Nachmittag erlebten die Kids zusammen mit ihren Betreuerinnen. Zu Gast im Weiseler Gerätehaus war Robert Winkler, Kreisausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes Wetterau. Robert Winkler ist Ausbilder für Grund- und Truppführerlehrgänge. Außerdem liegt ihm die Nachwuchsförderung sehr am Herzen. Hierfür engagiert er sich auch gerne mal in seiner Freizeit zu mancherlei Demonstrationen rund ums Thema Feuer und Brandbekämpfung.
Bereits am Aktionstag im letzten Jahr konnte man Winkler erleben, als er auf dem Marktplatz mit einer Fettexplosion so manche Anwesende zum Staunen und Nachdenken brachte.
Ins Weiseler Gerätehaus war er gekommen, um den Flammbinis einiges über Feuer bzw. Brennbarkeit von verschiedenen Materialien zu berichten und auch zu zeigen. In Zusammenarbeit mit den Kindern wurden Stoffe von leicht bis schwer brennbar sortiert.
Hinter seinem aufgebautem „Glasarbeitsplatz“ demonstrierte er, dass z. B. Sägemehl, Holz- und auch Stahlwolle schneller brennt als ein Holzbalken. Die Kinder lernten, dass auf so manchem Behältnis im eigenen Haushalt bzw. aus Garage oder Keller der Hinweis von schnell brennbaren Stoffen in Form einer Flamme zu finden ist. Großes Staunen brachte die Demonstration eines aus einer Spraydose in eine Flamme gesprühten Stoffes. Die Kinder spürten die schlagartig große Hitze und waren überrascht über die Größe der Flamme. Ganz begeistert waren die kleinen Feuerwehrkameraden und Kameradinnen, als Winkler mit Schießpulver und Stöckchen bzw. durch einen mit Gas gefüllten Luftballon der angesteckt wurde, Explosionen ausgelöste, die das Gerätehaus zittern ließen.
Robert Winkler erklärte, wie man sich z.B. auf einer Grillparty bei falschem Umgang mit flüssigen Grillanzündern schnell mal selbst in Brand gesteckt hat und wie man dann als Flammbini-Feuerwehrkind und einer Decke die Personen retten kann. Ganz mutig und voller Stolz waren die Kinder, als sie sich zum Abschluss trauten, wie echte Feuerwehr-Helden eine brennende Person, in diesem Fall Robert Winkler selbst, mit einer Löschdecke „zu löschen“.
Einen faszinierender Nachmittag mit vielen Fragen und den passenden Antworten erlebten die Flammbinis. Ein Nachmittag, der den Kindern sicherlich ein bisschen „Respekt“ bzw. das Bewusstsein brachte, dass der Umgang mit Feuer bzw. Selbstversuche mit verschiedenen Stoffen in den unterschiedlichsten Brenneigenschaften sehr gefährlich sein kann.
Ganz herzlich bedankte sich das Betreuer-Team und auch die Kinder bei Robert Winkler für das Engagement, seine Zeit und auch die lehrreichen Demonstrationen. Eine Wiederholung der Aktion evtl. im nächsten Jahr ist bereits angedacht.
Text und Foto: Michaela Heinz |