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Freiwilligen Feuerwehr Nieder - Weisel

 

Altstadthaus ausgebrannt


Bei einem Großbrand in der Butzbacher Altstadt sind am Samstagmorgen vier Menschen verletzt worden. Ein Mann erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen. Er musste in eine Spezialklinik geflogen werden.

 

Ein Passant hatte den Brand in dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus am Morgen entdeckt und sofort die Polizei alarmiert. Die Feuerwehr war schnell am Unglücksort. Drei Stunden nach dem Ausbruch des Feuers gelang es am Mittag, den Brand zu löschen. Der Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt, niemand darf in die Nähe des ausgebrannten und daher einsturzgefährdeten Hauses. Der Feuerwehr konnte inzwischen verhindern, dass das Feuer in der eng bebauten Altstadt noch auf andere Häuser übergriff.

 

Brandursache steht noch nicht fest

"Die Feuerwehr traf im Haus einen leicht bekleideten Mann an", so Polizeisprecher Willi Schwarz. Der 73-Jährige habe lebensgefährliche Brandverletzungen erlitten und sei mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen geflogen worden. Die Überlebenschancen des Mannes werden als schlecht eingeschätzt. Die 88-jährige Hausbesitzerin und zwei weitere Männer wurden leicht verletzt

Insgesamt sollen in dem Haus neben der Rentnerin acht Männer gewohnt haben. Einige der Bewohner, die zu einer osteuropäischen Baukolonne gehören, waren zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar nicht im Haus. Von einem Mann allerdings fehlte zunächst noch ein Lebenszeichen. Inzwischen konnte aber geklärt werden, dass sich niemand mehr im Haus befindet.

Völlig unklar ist noch, warum es zu dem Brand kam. Erste Untersuchungen deuten nach Polizeiangaben aber darauf hin, dass das Feuer in einem Zimmer im zweiten Stock seinen Ausgang nahm. Das historische Fachwerkhaus wurde stark beschädigt, das Dachgebälk brannte aus. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt.

Abgebranntes Haus war früher ein Stripteaselokal

Bei dem abgebrannten Haus handelt es sich um eine alte Gaststätte, die bis zuletzt in Familienbesitz war. Das Gebäude war über 100 Jahre alt. In den sechziger Jahren erlangte das Haus in der Hirschgasse einen zweifelhaften Ruf. "Es ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewesen. Es war eine Striptease-Bar, die für heiße Aufführungen durchaus bekannt war", sagte der Butzbacher Ordnungsamtsleiter Wolfgang Scriba. Selbst auf der Hamburger Reeperbahn sei die Butzbacher Bar ein Begriff gewesen, heißt es in einer Presseerklärung der Polizei. Seit einem Jahr aber wurde das Gebäude nur noch als Wohnhaus genutzt.

 

Redaktion: anbu / makn

Bild: picture-alliance/dpa
Quelle: hr-online.de

 

 

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